16.06.26 –
Nach lebhafter Diskussion über die zahlreichen Argumente sowohl für als auch gegen eine Wohnbebauung beschloss die Ortsmitgliederversammlung den folgenden von acht Mitgliedern gestellten Antrag:
„Die Lindenthaler Grünen sprechen sich gegen die Bebauung des Geländes von Garten Müller aus. Die gesamte Fläche soll Teil des zu realisierenden Grünzugs West sein.“
Ergebnis der Abstimmung: 20 Ja, 8 Nein, 6 Enthaltung
Die Begründung des Antrags lautete:
Die Umsetzung des Grünzugs West war bereits Bestandteil unseres Kommunalwahlprogramms 2025. Insbesondere wir Grüne betonen die Bedeutung von Grün- und Freiflächen für Klima, Naherholung und Lebensqualität in einer wachsenden und heißer werdenden Stadt wie Köln. Vor diesem Hintergrund wäre eine weitere Bebauung des Geländes von Garten Müller ein falsches Signal an falscher Stelle. Bereits in der Vergangenheit wurden Teile des ursprünglich vorgesehenen Grünzugs West, der den Äußeren Grüngürtel mit den Waldgebieten der Ville verbinden soll, durch Bebauung verloren. Umso wichtiger ist es, die wenigen verbliebenen zusammenhängenden Freiflächen dauerhaft zu sichern. Gerade im dicht besiedelten Stadtteil Köln-Weiden erfüllen diese Grünflächen eine wichtige ökologische und soziale Funktion. Sie dienen als Frischluft- und Kühlungsflächen in Zeiten zunehmender Hitzebelastung, als natürliche Rückhalteflächen bei Starkregenereignissen sowie als Naherholungsraum für die Bevölkerung. Eine weitere Versiegelung würde die Folgen des Klimawandels vor Ort und über den Stadtteil Weiden hinaus zusätzlich verschärfen. Hinzu kommt, dass die Ansiedlung des Gartenbetriebs ursprünglich nur unter besonderen Ausnahmeregelungen genehmigt wurde und den Bürger*innen zugesichert worden war, dass die Fläche nach Aufgabe des Betriebs renaturiert und wieder dem Grünzug zugeführt werde. Dieses Versprechen sollte nun eingehalten werden. Die geplante Bebauung mit mehreren hundert Wohnungen steht daher im Widerspruch zu den Zielen des Landschaftsschutzes, des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Statt weiterer Versiegelung braucht Köln den konsequenten Erhalt und die Vollendung des Grünzugs West. Gleichzeitig erkennen wir die dramatische Situation des mangelnden Wohnraums an. In Köln und insbesondere in unserem Bezirk können sich viele Menschen das Wohnen nicht mehr leisten. Neu entstehender Wohnraum sollte daher im Rahmen des gemeinnützigen Wohnungsbaus nach ökologischen Kriterien errichtet werden.
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