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Köln soll sicher feiern: mehr Schutz auf Veranstaltungen für alle

11.05.26 –

Alle Menschen sollen sich auf Veranstaltungen in Köln sicher fühlen – ohne Angst vor Belästigung, Übergriffen oder Diskriminierung. Die GRÜNEN im Kölner Rat haben daher gemeinsam mit SPD und den Linken einen Antrag eingebracht, der die Verwaltung zur Erstellung eines verbindlichen Schutzkonzepts für Menschen auf Veranstaltungen im öffentlichen Raum auffordert. Auf dessen Grundlage sollen Veranstalter*innen im öffentlichen Raum künftig den Schutz von Besuchenden und Mitarbeitenden einplanen und im Ernstfall eine erste Anlaufstelle bieten. Der Antrag wurde heute im Gleichstellungsausschuss mehrheitlich beschlossen.

Verbindliche Anforderungen bei der Veranstaltungsvergabe bieten ein konkretes Instrument, um der gesetzlichen Verpflichtung öffentlicher Stellen nachzukommen, aktiv vor Diskriminierung zu schützen. Davon betroffen sind zumeist Frauen, Mädchen, queeren Menschen, Menschen mit einer Behinderung sowie Personen mit Rassismus- und anderen Diskriminierungserfahrungen.

Das neue Schutzkonzept betrifft kommerzielle und nicht-kommerzielle Veranstaltungen im öffentlichen Raum – etwa Stadtfeste, Konzerte, Karneval oder den CSD. Auch städtische Veranstaltungen wie der 11.11. auf dem Heumarkt sollen einbezogen werden. Neben sichtbaren Anlaufstellen zählen auch geschultes Personal, klare Verhaltensregeln oder mehrsprachige Informationen zu den möglichen Maßnahmen. Die Verwaltung soll gemeinsam mit Veranstalter*innen, Zivilgesellschaft und Fachleuten bis Ende 2027 ein Konzept mit verbindlichen Mindeststandards entwickeln.

Michelle Achour, Gleichstellungspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kölner Rat, sagt dazu: „Schutz von Menschen ist keine Zusatzleistung. Wer in Köln Veranstaltungen organisiert, trägt Verantwortung – nicht nur für Bühne, Technik oder Brandschutz, sondern auch für die Menschen vor Ort. Unser Ziel ist klar: Köln soll eine Stadt sein, in der alle gemeinsam feiern können – ohne Angst und Ausgrenzung.“

Link zum Antrag:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1093792&type=do

 

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Pressemitteilung | Gleichstellung