
22.04.26 –
Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SPD und Oberbürgermeister Torsten Burmester bekennen sich zu einer gemeinsamen Verantwortung für Köln und haben sich auf eine zukunftsfähige Verwaltungsstruktur und die Erarbeitung eines genehmigungsfähigen Doppelhaushaltes für die Jahre 2027 und 2028 und eine entsprechende mittelfristige Finanzplanung verständigt.
Um die finanzielle Eigenverantwortung der Stadt Köln zu erhalten und ein Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden, ist eine Stabilisierung des städtischen Haushalts in der laufenden Ratsperiode unumgänglich. Köln steht ebenso wie viele andere Kommunen in NRW vor dramatischen finanziellen Herausforderungen: Steigende Investitionserfordernisse in die Infrastruktur, massiv anwachsende Ausgaben in zentralen kommunalen Handlungsfeldern und die Erwartung der Bürgerinnen und Bürger an eine leistungsfähige und effiziente Stadtverwaltung sind nicht mehr ausreichend gegenfinanziert.
Darüber hinaus ist es dringend erforderlich, die bestehende Verwaltungsstruktur weiterzuentwickeln und organisatorisch so aufzustellen, dass Entscheidungen schneller getroffen, Zuständigkeiten klarer gebündelt und vorhandene Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden können. Dabei kommt dem digitalen Fortschritt und dem Einsatz von KI eine zentrale Rolle zu.
Es besteht eine gemeinsame Verständigung, dass nun ein Dreiklang aus Sparen, Erhalten und Stärken notwendig ist. Die grundlegenden Leitlinien dabei sind, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern, für mehr Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen, den Wirtschaftsstandort Köln zu stärken und der Verantwortung für die Weiterentwicklung der Umwelt- und Klimaresilienz Kölns gerecht zu werden. Auf Grund der anstehenden Nachbesetzungen von zwei Beigeordnetenstellen in den nächsten Wochen war eine Verständigung über die zukünftige Verwaltungsstruktur kurzfristig erforderlich. Diesem Vorschlag haben die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SPD heute in den Fraktionssitzungen ebenso zugestimmt wie der Fortführung der Haushaltsverhandlungen über den Doppelhaushalt 2027 / 2028.
Die Neuordnung der Dezernate soll in zwei Schritten erfolgen. In einem ersten Schritt 2026 werden die Geschäftsbereiche der bisherigen Dezernate I, VI und IX neu geordnet und an den prioritären Aufgabenfeldern der nächsten Jahre ausgerichtet:
Im Rahmen eines zweiten Schrittes im Jahr 2028 wird die Anzahl der Fachdezernate auf acht reduziert und die jeweiligen Geschäftsbereiche in ihren Aufgabenschwerpunkten weiter geschärft:
Der Oberbürgermeister nimmt darüber hinaus folgende politische Verständigung zur Kenntnis: Die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SPD werden im Rat rechtssichere Wahlverfahren beschließen. Sie sind sich darüber einig, bei der Besetzung der Beigeordnetenstellen folgenden Voten zu folgen:
Bei der Besetzung der Funktion der*des Stadtdirektor*in, welche 2026 erfolgen soll, werden sich die Fraktionen dem Vorschlag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN anschließen.
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