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Antrag im Schulausschuss: Konzept für den Ganztag an weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I

Von Ratsfraktion


Veröffentlicht am: 26. Februar 2007

Ratsfraktion: Antrag im Schulausschuss
Die Offene Ganztagsschule im Primarbereich ist eine „Erfolgsstory“. Die Nachfrage vieler Eltern nach einem Ganztagsbetreuungsplatz für ihre Kinder steigt stetig. Der Wunsch nach einer qualifizierten Nachmittagsbetreuung macht auch vor den weiterführenden Schulen nicht halt.

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln                                                          
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Köln

Köln, den 26.02.2007

Gleichlautend:                                                                                

An die  Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Weiterbildung
Frau Gisela Manderla

Herrn Oberbürgermeister
Fritz Schramma
Historisches Rathaus

50667 Köln

Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
hier:    Konzept für den Ganztag an weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I)

Sehr geehrte Frau Manderla,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 12. März 2007 zu setzen.

Beschluss:
Der Ausschuss Schule und Weiterbildung beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zu erarbeiten, welches mittelfristig den Ganztagsbetrieb auch für weiterführende Schulen (Sekundarstufe I) ermöglicht. Dabei sind insbesondere die Schaffung von ausreichenden und gesunde Verpflegungsmöglichkeiten (Stichwort: Gesunde Ernährung) vorzusehen. Die finanziellen Konsequenzen sind darzustellen.

Bei den geplanten Neu- und Erweiterungsbauten an weiterführenden Schulen sollen die räumlichen Voraussetzungen für einen Ganztagsbetrieb Berücksichtigung finden.

Über die bisherigen Maßnahmen in der Sekundarstufe I hinaus sind mit dem Land Gespräche aufzunehmen mit dem Ziel, eine Ganztagsperspektive besonders für die weiterführenden Schulen zu finden, in denen durch die stark anwachsenden Unterrichtsstunden („Verkürzung der Schulzeit“) die Notwendigkeit von Ganztagesplätzen besonders hoch ist.

Die Verwaltung wird gebeten, ein Stufenmodell zu entwickeln, das die Schulen nach der Dringlichkeit einer Umwandlung ordnet und in dem folgende Punkte zu berücksichtigen sind:

  1. Es ist eine Gewichtung der Schulen nach der gestiegenen Unterrichtsstundenzahl vorzunehmen. Das betrifft in erster Linie die Gymnasien.
  2. Für andere weiterführende Schulformen sind Konzepte darzustellen, die Möglichkeiten zum Ganztagsunterricht aufzeigen. Dabei sind insbesondere schulübergreifende Kooperationen zu fördern.

Dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung ist zeitnah ein Bericht vorzulegen.

Mit der Schulaufsicht ist abzustimmen, wie ein möglichst flächendeckender Ganztagsbetrieb in Köln realisiert werden kann. 

Begründung:
Die Offene Ganztagsschule im Primarbereich ist nicht nur in Köln eine „Erfolgsstory“. Die Nachfrage vieler Eltern nach einem Ganztagsbetreuungsplatz für ihre Kinder steigt stetig. Der Wunsch nach einer qualifizierten Nachmittagsbetreuung macht auch vor den weiterführenden Schulen nicht halt.

Bereits im Juni 2005 beauftragte daher der Ausschuss für Schule und Weiterbildung die Verwaltung mit der Einrichtung eines Pilotprojektes zur Einführung des ganztägigen Schulbetriebs in der Sekundarstufe I. Allein im Stadtbezirk Mülheim liegen der Verwaltung zwischenzeitlich von allen vier Gymnasien entsprechende Anträge vor.

Im November 2005 bekräftigte der Ausschuss seine Auffassung, möglichst vielen Schulen in Köln die Umwandlung zur Ganztagsschule zu ermöglichen. Die qualifizierte Ganztagsschule sollte flächendeckend im gesamten Kölner Stadtgebiet und für alle Schulformen eingerichtet, unter besonderer Berücksichtigung der sozial problematischen Stadtvierteln, in denen Maßnahmen für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf notwendig sind.

Ein Bildungsmodell wie das der Montag-Stiftung, welches Bildungseinrichtungen vor Ort stärker vernetzt und verzahnt, kann beim Aufbau weiterer Ganztagsplätze Beispiel gebend sein.

Bei der sukzessiven Umwandlung soll zudem ein besonderes Augenmerk auf die Mittagsverpflegung an Schulen gelegt werden. Sie muss vor allem den gestiegenen Qualitätsanforderungen genügen. Im pädagogischen Bereich werden gesundheitsfördernde und suchtpräventive Aspekte angesprochen, im Ganztagsangebot übernimmt Schule vielfach die Aufgabe,  Defizite im Ernährungsverhalten der Kinder zu kompensieren. Gerade für Kinder aus ärmeren Familien ist daher die Ganztagsbetreuung und eine gesunde Ernährung von hoher Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen                                                                                      

Michael Zimmermann                                                       Jörg Frank
SPD-Fraktionsgeschäftsführer                                       Fraktionsgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen


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