Schaffung von Gesundheitsgerechtigkeit, wie von der Stadt Köln formuliert und unbefristete Fortsetzung der Tätigkeit der „Kümmerei“ in Chorweiler

13.04.24 –

Forderung: Wir fordern die vollständige Integration der „Kümmerei“ in die
gesundheitliche Regelversorgung der Stadt Köln

Es ist bekannt, dass prekäre Lebensverhältnisse, begründet durch Migration,
Arbeitslosigkeit und schwierige Wohnverhältnisse mit einer „Ungerechtigkeit der
gesundheitlichen Versorgung“ einhergehen (1), (2). Professor Höpp hat mit seinem
Projekt – „die Kümmerei“ - in eindrucksvoller Weise gezeigt, dass gezielte
Maßnahmen, die lokal erreichbar und niedrigschwellig organisiert werden, hier
eine wirkungsvolle Abhilfe schaffen. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass die
Anzahl der Kontaktaufnahmen über die zunächst befristet festgelegte Laufzeit des
Projektes mit den Mitarbeitern der „Kümmerei“, eindrücklich belegt, dass es
einen ungedeckten Bedarf und somit eine dringliche Indikation für derartige
Einrichtungen gibt
Folgerichtig ist „die Kümmerei“ in Chorweiler ein fester Bestandteil der
gesundheitlichen Versorgung der Stadt Köln und muss es auch nach Ablauf des
Modell-Projekt-Status bleiben.

Zukünftige Sicherung der Finanzierung ist essentiell

Wir fordern die Weiterführung der finanziellen Unterstützung der „Kümmerei“
Chorweiler nach Beendigung der lfd. Finanzierung am 31.12.2024

Wir fordern den Einsatz für die Beschaffung von finanziellen Mitteln durch
bestehende Partner (AOK, IKK) und neuen Partner sowie durch finanzielle Mittel,
die sich aus dem §20 StGB 5 Prävention ergeben.

Die „Kümmerei“ ist kein Modell mehr und geht in die Regelversorgung über.

Wir fordern die Schaffung von weiteren Gesundheitskiosken in Stadtteilen mit
ähnlichen Rahmenbedingungen auf Basis des erfolgreichen „blue prints“ der
Kümmerei in Chorweiler.

Wir fordern die Entwicklung verschiedener flexibler thematischer Module, wie von
der Kümmerei bereits formuliert und verwendet, die je nach Bedarf und Situation
mittelfristig in allen Stadtteilen eingesetzt werden sollen (3)

50% der Kölner Bevölkerung hat heute einen Migrationshintergrund, der oftmals
mit Integrations-Problemen einhergeht. Sprachliche und kulturelle Barrieren
u.a.m. sind nicht selten Ursache für eine „Gesundheitsungerechtigkeit“ (1)

Versorgung und Prävention - Kümmern (!) - HEUTE erspart viele
gesundheitsbezogene Ausgaben MORGEN

Standardisierte Modelle werden nicht alle Bedürfnisse abdecken können, deshalb
plädieren wir für eine modulare Ausgestaltung zukünftiger „Gesundheitskioske“,
die je nach lokalen, kulturellen u.a. Rahmenbedingungen ausgestaltet werden
sollen.

Kategorie

Beschlüsse | Soziales