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Archiv Pressemitteilungen

Über die Jahre haben sich viele Pressemitteilungen und Kommentare zum aktuellen politischen Geschehen angesammelt. Hier sind die Pressemitteilungen der GRÜNEN im Kölner Rat aus den letzten Jahren zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern. Sollte etwas spezielles gesucht werden, so verwenden Sie bitte auch unsere Suchfunktion.

2019 haben wir unsere Webseite erneuert, die älteren Mitteilungen sind nur teilweise dem neuen Design angepasst worden ;-).

Ratsantrag: Projekt "Radeln ohne Alter"

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Wählergruppe GUT

Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker

Historisches Rathaus

 

Antrag gem. § 3 der <link service>Geschäftsordnung des Rates
Projekt "Radeln ohne Alter"

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

die Antragstellenden möchten Sie bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates am 14.11.2017 aufzunehmen:

Beschluss:
Der Rat beauftragt die Verwaltung das Angebot „Radeln ohne Alter“ (RoA) für Senioren in Zusam-menarbeit mit Kölner Senioreneinrichtungen, sowie mit geeigneten freien Trägern in Ergänzung zu bestehenden Angeboten für Senioren umzusetzen. Seniorinnen und Senioren sollen Ausflugsfahrten in Rikschas kostenfrei angeboten werden.

Es ist zudem zu prüfen, ob die Rikschas auch durch Familienangehörige und Ehrenamtler*innen genutzt werden können, und ob in einem weiteren Schritt der Service auch Seniorinnen und Senioren in Privathaushalten angeboten werden kann.

Die Beschaffung der Rikschas wird durch die Stadt Köln finanziert. Die Wartung der Rikschas obliegt dem jeweiligen Träger. Entsprechende Mittel für dieses Projekt in Höhe von 100.000 Euro wurden im Teilplan 0504 durch den Ratsbeschluss vom 07.11.2017 zur Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2018, 3201/2017, bereitgestellt.

Dem Ausschuss Soziales und Senioren ist eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen.


Begründung:
Die Idee „Radeln ohne Alter“ wurde ursprünglich in Dänemark entwickelt. Der Staat stellt dort Senio-renheimen kostenlos Rikschas zur Verfügung und ehrenamtliche Personen fahren dort mit Senioren durch die nähere Umgebung. Dabei besuchen sie alte Orte der Erinnerung, oder fahren Orte an, die die Senioren gerne sehen möchten. Dieser Service steht grundsätzlich allen Senioren zur Verfügung, unabhängig vom Grad ihrer Pflegebedürftigkeit. Der Erfolg ist begeisternd.
Das Projekt „Radeln ohne Alter“ wurde bereits in Essen wie folgt realisiert: „Im Projekt „Radeln ohne Alter“ werden Rikschatouren für Senioren angeboten, um Natur, Kultur und neue sowie bekannte Orte zu erfahren. Bei diesen Touren werden alle Sinne angesprochen: Blumen riechen, das Gezwitscher der Vögel hören und den Wind in den Haaren spüren. Positive Effekte in Aktivierung, Wohlbefinden und Gesundheit werden damit erreicht. Aber nicht nur für die älteren Leute, auch für die Fah-rer entsteht ein Mehrwert. Die generationenübergreifenden Kommunikation, der Austausch von Erfahrungen und Geschichten sowie der Tatsache anderen – und sich selbst – etwas Gutes zu tun, steigert das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude aller Beteiligten.“

In Köln bieten derzeit die Sozialbetriebe Köln (SBK) „Radeln ohne Alter“ (RoA) in ihren Einrichtungen mit Erfolg an. In einer Antwort (3618/2015) auf eine Anfrage zu RoA bewertet die Verwaltung dieses Angebot durchweg positiv. In der Antwort vom 26.11.2015 an den Ausschuss Soziales und Senioren heißt es:
„Mit einer einfachen Idee erscheint es möglich, mobilitätseingeschränkten Menschen in stationären Einrichtungen im Kölner Stadtgebiet positive Erlebnisse zu ermöglichen, die persönliche Mobilität zu erhöhen und sie so aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.
Diese positiven Effekte beschränken sich nicht nur auf die Gruppe der älteren Menschen. Auch für die Freiwilligen, die sich darüber freuen, anderen etwas Gutes zu tun, profitieren von ihrem Engage-ment. Das Projekt verbindet Bewegung und Begegnung in idealer Weise.“

Aufgrund erfolgter Recherchen verschiedener praktizierter Modelle von „Radeln ohne Alter“ in Deutschland möchten die Antragsteller dieses Projekt in Köln auf Basis des Essener Modells realisieren. Es ist offensichtlich das am besten geeignetste. Dieses Modell bietet ein einfaches und kostenloses Angebot für Senioren, und gewährleistet zugleich, besser als rein ehrenamtliche Angebote, eine kontinuierliche Zuverlässigkeit.

Die Verwaltung soll mit geeigneten freien Trägern und ggf. auch mit dem Jobcenter - zwecks Prüfung von Beschäftigungsmöglichkeiten zum Betrieb der Rikschas - ein Umsetzungskonzept erstellen, so dass ein oder mehrere Träger dieses Angebot in Kooperation mit Senioreneinrichtungen realisieren.
Dabei ist auch zu prüfen, ob die Rikschas auch durch Familienangehörige und Ehrenamtler*innen genutzt werden können und in einem weiteren Schritt der Service auch Senior*innen angeboten werden kann, die in Privathaushalten leben.


Mit freundlichen Grüßen


gez. Niklas Kienitz                         gez. Jörg Frank
CDU-Fraktionsgeschäftsführer      GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer
gez. Ulrich Breite                          gez. Thor Zimmermann
FDP-Fraktionsgeschäftsführer       Ratsgruppe GUT

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