Pressemitteilung

Über die Jahre ...

haben sich viele Pressemitteilungen und Kommentare zum aktuellen politischen Geschehen angesammelt. Hier sind die Pressemitteilungen der GRÜNEN im Kölner Rat aus den letzten Jahren zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern. Sollte etwas spezielles gesucht werden, so verwenden Sie bitte auch unsere Suchfunktion.

2019 haben wir unsere Webseite erneuert, die älteren Mitteilungen sind nur teilweise dem neuen Design angepasst worden ;-).


 

Neues aus dem Umweltausschuss vom 13.01.2014


Veröffentlicht am: 16. Januar 2015

Matthias Welpmann (umweltpolitischer Sprecher der Grünen) berichtet u.a. über eine Anfrage zur Umweltzone, die Mahd von Rasenflächen, ein städtisches Förderkonzept zu Urban Gardening, die Anpassung an den Klimawandel und den Eichenprozessionsspinner.

Aus der Sitzung des Umweltausschusses am 13.01.15 möchte ich die aus meiner Sicht wichtigsten Themen kurz in kommentierter Form vorstellen.

Die komplette Tagesordnung ist hier zu finden:  http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=13700

1.1.1 Umweltzone (Anfrage GRÜNE)

Mit unserer Anfrage wollten wir herausfinden, inwieweit sich die Verschärfung auf eine rein grüne Umweltzone Mitte 2014 auf den Fahrzeugbestand und damit auch die Luftschadstoffbelastung in Köln ausgewirkt hat. Aus der Antwort geht hervor, dass Fahrzeuge allein in den ersten neun Monaten 2014 der Fahrzeugbestand mit gelber Plakette um rund ein Drittel auf 15.800 abgenommen hat, bei der roten Plakette um 900 auf 3.100 und bei Fahrzeugen ganz ohne Plakette um rund 1.000 auf 4.900. Es gibt also einen deutlichen Rückgang bei Fahrzeugen mit höherem Schadstoffausstoß, während es bei der grünen Plakette sogar eine überproportionale Zunahme um 15.700 auf 435.700 Fahrzeuge gab. Der Gesamtbestand an Kraftfahrzeugen nimmt also aktuell leicht zu.
Inwieweit sich die Luftschadstoffbelastung 2014 weiter verringert hat, wird erst an dem noch nicht vorliegenden Jahresbericht des Landesumweltamtes (LANUV) ablesbar sein, der in Kürze erscheinen wird.

Anfrage und Antwort im Wortlaut

1.2 Rasenflächen in Köln (Anfrage GRÜNE/SPD)

Wir möchten von der Verwaltung wissen, wieviel gemähte Rasenflächen es in Köln gibt und wie häufig diese jährlich gemäht werden. Hintergrund ist, dass die Artenvielfalt auf seltener gemähten Rasenflächen deutlich höher ist als auf häufig gemähten sogenannten Vielschnittrasen. Aufgrund der konkreten Daten wollen wir klären, in welchen Bereichen die Mahdhäufigkeit reduziert und damit die ökologische Qualität verbessert werden kann. Durch eine reduzierte Pflegeintensität sind auch erhebliche finanzielle Einsparungen möglich.

Anfrage im Wortlaut

2.1 Städtisches Förderkonzept Urban Gardening (Antrag SPD/GRÜNE)

Die GRÜNEN vor allem auch in den Kölner Bezirksvertretungen setzen sich schon seit langem für eine Förderung und Ausweitung der Urban Gardening Aktivitäten in Köln ein. Da die Landesregierung nun Ende 2014 ein Förderprogramm Urban Gardening aufgelegt hat, haben wir die Verwaltung mit einem rot-grünen Antrag beauftragt, ein auf dieses Landesprogramm ausgerichtetes Konzept zu entwickeln, um entsprechende Mittel auch nach Köln zu holen. Besondere Förderschwerpunkte sollen dabei Grundschulen, Flüchtlingsunterkünfte, Zwischennutzungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements bilden. Der Ausschuss hat diesen Antrag einstimmig angenommen.

Antrag im Wortlaut

4.1 Anpassung an den Klimawandel (Änderungsantrag GRÜNE/SPD)

Über einen grün-roten Änderungsantrag haben wir die Verwaltung beauftragt, die diversen Maßnahmenvorschläge aus der spannenden Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ nach Kosten-Nutzen-Kriterien zu priorisieren und einen Umsetzungsfahrplan zu entwickeln, der dem Rat noch 2015 vorzulegen ist. Die Studie enthält eine Fülle von teilweise sehr konkreten Vorschlägen unter anderem aus den Bereichen Stadtentwicklung, Grünflächen, Mobilität und Gesundheit. So sollen in einer an den Klimawandel angepassten Stadt nur noch Niedrigstenergiehäuser gebaut werden, Dachflächen sollen so weit wie möglich begrünt werden, auf Straßen und Plätzen sollen möglichst viele schattenspendende Bäume gepflanzt werden, Kalt- und Frischluftschneisen sollen freigehalten werden und auf öffentlichen Plätzen soll es überall Wasserspender geben. Die Vorschläge führen also auch zu einer lebenswerteren Stadt und decken sich in vielen Punkten auch mit unseren Zielen zum Klimaschutz einwerseits und den städtebaulichen Konzepten für eine nachhaltige, attraktive und ökologisch anpepasste Stadtentwicklung.

Auch dieser Antrag wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen.

Änderungsantrag im Wortlaut

8.1 Eichenprozessionsspinner in Köln (Anfrage GRÜNE)

Der Eichenprozessionsspinner, ein Schmetterling, hat in anderen Städten teilweise schon erhebliche gesundheitliche Auswirkungen verursacht. Zur aktuellen Situation in Köln teilte die Verwaltung auf unsere Anfrage hin mit, dass es bisher erst einen Fall auf einem Privatgrundstück in Köln gegeben hat und dass sich die potenziellen Dimensionen des Problems aufgrund des relativ niedrigen Eichenanteils von nur 2,1 % der Kölner Straßenbäume in vergleichsweise engen Grenzen halten dürfte. Man muss das Thema aber weiter beobachten, da der Kontakt mit den Haaren der Raupen extreme toxische Reaktionen bei Menschen auslösen kann.

Der AK Umwelt tagt das nächste mal am Di, 27.01.15 um 18:30 Uhr.

Viele Grüße

Matthias  Welpmann


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